die mädchen aus der VEM
Nach dem Tarde de Chá Anfang Juni gab es in der VEM wieder Zeit für normalen Unterricht in der VEM. Wir waren nochmals fleißig am Zeichnen, Besteln und Malen. Es entstanden haufenweise schöne Arbeiten, mir viel das Unterrichten leichter, da ich die Sprache besser beherrsche und die Mädchen besser kenne und einschätzen kann und ich machte mich auf, die Mädchen in die Schule und nach Hause zu begleiten.
Die Mädchen, die in die VEM kommen, wohnen zum größten Teil in zwei Vierteln von Diamantina. “Rio Grande” liegt östlich am Berg, “A Palha” liegt westlich unterhalb der Stadt. Ich habe in beiden Vierteln einige Mädchen zu Hause besucht. Was ich dort angetroffen hat mich beeindruckt. Sowohl negativ, als auch positiv. So habe ich einige sehr sympathische Familienangehörige kennengelernt und bin in oft zwar kleine aber doch ordentliche Häuser gekommen. Ebenso habe ich aber auch eine Mutter angetroffen die auf Drogen wie ein Geist mitten am Samstag Nachmittag von einem Zimmer des Hauses ins andere geschlichen ist oder habe Betten gesehen, in denen Großmutter, Mutter und Tochter gemeinsam schlafen. Ein paar Eindrücke und Geschichten der Mädchen habe ich hier aufgeschrieben.
